Hola Zusammen
Lang ist es her, dass ihr von mir gehoert habt. Seit einer Woche irren wir quer durch Kolumbien. Internet ist hier leider eher mager. Aber hier eine kurze Zusammenfassung, was in den letzten Tagen alles passiert ist:
Kolumbien: Drogen, Kaffee, grimmige Leute und Guerrillas - ist das, was einem da in den Sinn kommt. Doch bereits an der Grenze merkten Meli und ich wie unkompliziert die Kolumbianer sind, denn niemand interessierte sich fuer unsere Einreise. Einen Stempel im Pass und das wars auch schon. Hilfsbereit und freundlich sind die Kolumbianer auch. Nichts von grimmig oder gar angsteinfloessend. Ganz im Gegenteil.
Unsere erste Station in Kolumbien war Ipiales, direkt nach der Grenze. Dort verweilten wir eine Nacht und besuchten am naechsten Tag eine Kirche irgendwo in einer Schlucht. Sah sehr eindruecklich aus. Dann gings bereits gegen Mittag weiter Richtung Popayan. Eine herrliche Kolonialstadt mit weissen langen Haeusern und kleine Strassen. Perfekt um sich zu verlaufen, denn alles sieht gleich aus. Ist uns aber dank unserem guten Orientierungssinn(!) natuerlich nicht passiert.
Dort genossen wir den Abend und den naechsten Morgen, an dem wir uns gleich wieder auf die Socken machten. Naemlich nach San Augustin. Die Fahrt dahin im Minibus, sechs Stunden ueber unasphaltierte, holprige Strassen. Wir wurden von einer Fuedlibacke auf die andere geschleudert. Der Empfang dort war herzlich und bereits am ersten Abend wurde alles fuer uns organisiert.
Inklusive Tour auf dem Pferd. Ja, ich auf einem Gaul! Zum Glueck nur ein kleiner Gaul und ein lieber dazu. Mit dem zogen wir dann ueber Knietiefe (Pferdeknietiefe) Sumpfwege von Steinmaennchen zu Steinmaennchen. Sehr eindruecklich und auch die Schmerzen am naechsten Tag waren ueberzeugend. Da sattle ich in Zukunft doch lieber wieder meinen Drahtesel, als nocheinmal 4 Stunden auf ein nettes Pferd zu sitzen. Nach einem Museumsbesuch, ebenfalls Steinmaennchen und Grabstaetten und dazu noch eine Schlange(!), die vor lauter Schreck ueber unser Erscheinen ins Gebuesch huschte, war auch dieser Tag in Kolumbien schon vorbei. Die Einheimischen empfahlen uns dann noch ein paar kolumbianische Leckereien.
Am naechsten Tag war eine Jeeptour angesagt. Wieder einmal Gesaessmuskulaturtraining fuer Anfaenger. Auch heute besuchten wir wieder Steinmaennchen und Grabstellen. Dazu kam aber noch der groesste Wasserfall von Kolumbien, Schluchten, dunkle Fluesse und sogar eine Zuckerrohrverarbeitungsfarm.
Dann war auch unsere Zeit in St. Augustin vorbei und wir zogen am Tag darauf weiter nach Tierradentro in St. Andres, dies war nun wirklich irgendwo im nirgendwo. Dort blieben wir sage und schreibe eine Nacht, besuchten Grabloecher und kletterten den ganzen Morgen in solchen drin herum, bevor es schliesslich ueber Popayan in die Kaffezone ging, wo wir uns heute befinden.
Frisch angekommen und geduscht geniessen wir nun den kolumbischen Exportschlager namens Kaffee, der in der alten Heimat, Schweiz, aber immer noch tausendmal besser schmeckt. Insgesamt fuhren wir in der ersten Woche 32 Stunden Bus, davon die Haelfte ueber Holperstrecken, ueber die man nicht einmal seinen aergsten Feind schicken wuerde. Aber wir halten uns tapfer und schlagen uns naechste Woche weiter bis an die Kueste hoch, wo wir vor unserer grossen Shoppingtour in Bogota noch ein paar Brattage in der Sonne geniessen werden.
Jetzt gibts aber erst einmal einen Kaffee.
So long
Livi
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Samstag, 1. August 2009
Donnerstag, 23. Juli 2009
Otavalo
Hallo, immer noch nicht ganz auf dem Dampfer und nach 4 Tagen Duennpfiff, gehts jetzt in Otavalo auf den Markt, dann noch ein bisschen laufen und am Wochenende auf Kolumbien.
Sorry fuer den kurzen Eintrag, meld mich wieder in den naechsten Tagen
Livi
Sorry fuer den kurzen Eintrag, meld mich wieder in den naechsten Tagen
Livi
Freitag, 17. Juli 2009
Zwei Gringas in den Anden
Hallo Zusammen
In Riobamba fanden wir kein Glueck. Am Dienstag gingen wir wieder an den Bahnhof, um die Tickets fuer Mittwoch zu kaufen, um das zu machen, was wir bereits am Sonntag wollten, aber das nicht ging, da es ein Erdrutsch gab. Am Dienstag hiess es dann, der Zug fahre bis diesen Sonntag nicht mehr, da sie Vorbereitungen fuer den Besuch des Praesidenten treffen muessten. Toll! Wir packten unsere sieben Sachen (plus einiges mehr) und fuhren nach Baños, die Touristenhochburg, Equadors.
Dort suchten wir Meerschweinchen. Nicht etwa zum Streicheln oder Kuscheln. Nein, zum Essen. Doch wir wurden nicht fuendig, obwohl alle Leute meinten, hier in Baños gaebe es Cuy.
Am naechsten Tag gingen wir wandern. Natuerlich verliefen wir uns wieder. Nein, es lag nicht an unserem Orientierungssin, sondern daran, dass hier alles so schlecht ausgeschildert ist ;-). Irgendwann kamen wir viel weiter oben am Berg an, als wir eigenltich wollten. Im Casa del arbol trafen wir auf Carlos. Ein alter Bergkautz der dort die Vulkanbeobachtungsstation leitete. Jawohl, dieser Vulkan mit dem schwierigen Namen der mit T anfaengt, ist noch aktiv und vor rund 2 Jahren zum letzten Mal ausgebrochen. Carlos zeigte und erklaerte uns ein wenig seine Arbeit und die Umgebung und offerierte uns einen Tee mit Zimtschnaps. Der Abstieg wurde dementsprechend lustig. Natuerlich gaben wir Carlos fuer seine Dienste ein Trinkgeld, denn nicht zuletzt zeigte er uns den richtigen Weg zurueck nach Baños.
Gestern gings dann mit dem Velo Richtung Orient. Naemlich Puyo rund 65 km von Baños. Der Anfang war sehr schoen, doch nach 3 Wasserfaellen hatten wir bereits genug Wasserfaelle. Die Fahrt heisst ja auch irgendwie Route der Wasserfaelle. Na ja, wir schafften es bis Mera, dann fing es an zu regnen, unser Hintern tat weh und obwohl es im Fuehrer hiess, es ging Bergab, war es doch mehr rauf und runter, runter und rauf, rauf und runter. Also liessen wir unser Fahrrad auf den Bus packen und fuhren zurueck nach Baños.
Heute ging es dann noch weiter in die Berge. Von Baños das etwa Rigihoehe hat (1800 m) nach Latancunga (2800 m). Hier sind wir bei weitem fast die einzigen Touristen und ueberall heisst es: "Hello Baby, how are you?" oder auf dem Markt: "Mis gringas bonitas!"... Ja, das sind wir eben, die beiden Gringas.
Morgen haben wir unseren Fuehrer, der uns einen Tag lang herumfaehrt. Die Tour heisst Quilotoa und fuehrt zu einem schoenen Kratersee an einheimischen Doerfchen vorbei. Wir sind gespannt. Heute Abend gibts dann wirklich Cuy. Wir haben das Restaurant auch schon gefunden, wo wir es probieren koennen.
Guten Appetit und bis bald
so long
Livi
In Riobamba fanden wir kein Glueck. Am Dienstag gingen wir wieder an den Bahnhof, um die Tickets fuer Mittwoch zu kaufen, um das zu machen, was wir bereits am Sonntag wollten, aber das nicht ging, da es ein Erdrutsch gab. Am Dienstag hiess es dann, der Zug fahre bis diesen Sonntag nicht mehr, da sie Vorbereitungen fuer den Besuch des Praesidenten treffen muessten. Toll! Wir packten unsere sieben Sachen (plus einiges mehr) und fuhren nach Baños, die Touristenhochburg, Equadors.
Dort suchten wir Meerschweinchen. Nicht etwa zum Streicheln oder Kuscheln. Nein, zum Essen. Doch wir wurden nicht fuendig, obwohl alle Leute meinten, hier in Baños gaebe es Cuy.
Am naechsten Tag gingen wir wandern. Natuerlich verliefen wir uns wieder. Nein, es lag nicht an unserem Orientierungssin, sondern daran, dass hier alles so schlecht ausgeschildert ist ;-). Irgendwann kamen wir viel weiter oben am Berg an, als wir eigenltich wollten. Im Casa del arbol trafen wir auf Carlos. Ein alter Bergkautz der dort die Vulkanbeobachtungsstation leitete. Jawohl, dieser Vulkan mit dem schwierigen Namen der mit T anfaengt, ist noch aktiv und vor rund 2 Jahren zum letzten Mal ausgebrochen. Carlos zeigte und erklaerte uns ein wenig seine Arbeit und die Umgebung und offerierte uns einen Tee mit Zimtschnaps. Der Abstieg wurde dementsprechend lustig. Natuerlich gaben wir Carlos fuer seine Dienste ein Trinkgeld, denn nicht zuletzt zeigte er uns den richtigen Weg zurueck nach Baños.
Gestern gings dann mit dem Velo Richtung Orient. Naemlich Puyo rund 65 km von Baños. Der Anfang war sehr schoen, doch nach 3 Wasserfaellen hatten wir bereits genug Wasserfaelle. Die Fahrt heisst ja auch irgendwie Route der Wasserfaelle. Na ja, wir schafften es bis Mera, dann fing es an zu regnen, unser Hintern tat weh und obwohl es im Fuehrer hiess, es ging Bergab, war es doch mehr rauf und runter, runter und rauf, rauf und runter. Also liessen wir unser Fahrrad auf den Bus packen und fuhren zurueck nach Baños.
Heute ging es dann noch weiter in die Berge. Von Baños das etwa Rigihoehe hat (1800 m) nach Latancunga (2800 m). Hier sind wir bei weitem fast die einzigen Touristen und ueberall heisst es: "Hello Baby, how are you?" oder auf dem Markt: "Mis gringas bonitas!"... Ja, das sind wir eben, die beiden Gringas.
Morgen haben wir unseren Fuehrer, der uns einen Tag lang herumfaehrt. Die Tour heisst Quilotoa und fuehrt zu einem schoenen Kratersee an einheimischen Doerfchen vorbei. Wir sind gespannt. Heute Abend gibts dann wirklich Cuy. Wir haben das Restaurant auch schon gefunden, wo wir es probieren koennen.
Guten Appetit und bis bald
so long
Livi
Mittwoch, 17. Juni 2009
Ecuadorianisch kochen
Hola Chicas y Chicos
Wir haben heute in der Schule am Mittag Ecuadorianisch gekocht. Das einheimische Essen ist wie alles andere hier sehr speziell. Gortschos (geschrieben wie man es ausspricht) - oder so aehnlich hiess es. Mit Bohnen, Zwiebeln, Tomaten und O-Saft sowie ein Hauch(!) von Koriander. Es war lustig und hat geschmeckt.
Mein Unterricht faellt heute Nachmittag aus, dafuer habe ich morgen 7 und am Freitag 7 Stunden. Als ob intensiv noch nicht intensiv genug waer...
So, will versuchen, ob ich meine Padres Zuhause in jolly old Switzerland erreiche...
So long
Eure Livi
Wir haben heute in der Schule am Mittag Ecuadorianisch gekocht. Das einheimische Essen ist wie alles andere hier sehr speziell. Gortschos (geschrieben wie man es ausspricht) - oder so aehnlich hiess es. Mit Bohnen, Zwiebeln, Tomaten und O-Saft sowie ein Hauch(!) von Koriander. Es war lustig und hat geschmeckt.
Mein Unterricht faellt heute Nachmittag aus, dafuer habe ich morgen 7 und am Freitag 7 Stunden. Als ob intensiv noch nicht intensiv genug waer...
So, will versuchen, ob ich meine Padres Zuhause in jolly old Switzerland erreiche...
So long
Eure Livi
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